SIMON WILLISON RECHNET GOOGLES WASSERVERBRAUCH GEGEN GOLFPLÄTZE AUF
Das Wichtigste
Google verbrauchte 2025 rund 10,9 Milliarden Gallonen Wasser, also etwa 30 Millionen Gallonen pro Tag. Simon Willison hat dazu eine satirische Milchmädchenrechnung aufgestellt: Golfplätze aufkaufen statt Rechenzentren verteidigen.
Was ist passiert?
Simon Willison, bekannter Entwickler-Blogger und Beobachter der KI-Branche, greift in einer kurzen Notiz den Wasserverbrauch von Hyperscalern auf. Sein Vorschlag: Statt sich gegen Kritik am Wasserverbrauch von Rechenzentren zu verteidigen, könnten Unternehmen wie Google exklusive Golfclubs aufkaufen und deren Plätze in öffentliche Parks umwandeln.
Die Rechnung dahinter: Golfplätze im Coachella Valley verbrauchen laut Willison rund 800 Acre-Feet Wasser pro Jahr, das entspricht etwa 750.000 Gallonen täglich pro Platz. Bei 120 Plätzen in der Region müsste Google demnach nur rund ein Drittel davon, also 40 Golfplätze, aufkaufen, um den eigenen täglichen Wasserverbrauch von 30 Millionen Gallonen zu kompensieren.
Warum ist das relevant?
Hinter dem ironischen Ton steckt ein reales Problem. Der Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren ist längst ein politisches und öffentliches Thema, gerade in wasserarmen Regionen wie Kalifornien oder Arizona, wo viele Hyperscaler ihre Data Center betreiben.
Willisons Vergleich zeigt, wie relativ die Debatte oft geführt wird. Ein einzelner Golfplatz verbraucht mehr Wasser als man intuitiv annehmen würde, während die absoluten Zahlen von Google gewaltig wirken, aber im Vergleich zu anderer Landnutzung eingeordnet werden können.
Für Unternehmen, die KI-Infrastruktur betreiben, liefert die Notiz einen Denkanstoß zur Kompensationsdebatte: Öffentlichkeitswirksame Ausgleichsmaßnahmen könnten helfen, den Druck auf Wasserressourcen argumentativ zu entschärfen, auch wenn das grundlegende Verbrauchsproblem dadurch nicht gelöst wird.
Take-Away
Die Notiz ist als Denkanstoß zu lesen, nicht als ernstgemeinter Policy-Vorschlag. Wer im DACH-Raum über den Wasser- und Energiebedarf von KI-Infrastruktur diskutiert, sollte solche Vergleichszahlen kennen, sie relativieren die Debatte und liefern Munition für beide Seiten der Diskussion.
