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TOOL ZEIGT, WAS CHATGPT UND CLAUDE ÜBER DICH GESPEICHERT HABEN

Business24. August 2026
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Das Wichtigste

Ein neues Analyse-Tool macht sichtbar, welche persönlichen Informationen sich aus den Chatverläufen mit ChatGPT und Claude herauslesen lassen. Der Test zeigt: Von Ernährungsgewohnheiten bis zu Hobbys entsteht dabei oft ein erschreckend genaues Nutzerprofil.

Was ist passiert?

Laut t3n hat ein Autor ein Tool ausprobiert, das die eigenen Chat-Historien bei KI-Assistenten auswertet. Das Ergebnis: Die Systeme wissen deutlich mehr über ihre Nutzer, als den meisten bewusst ist.

Schon durch alltägliche Anfragen, etwa zu Rezepten, Trainingsplänen oder Reisezielen, entsteht über Zeit ein detailliertes Persönlichkeitsbild. Das Tool macht diese unsichtbare Datensammlung erstmals greifbar und zeigt sie in aufbereiteter Form an.

Hintergrund ist die wachsende Sorge um Datenschutz bei KI-Chatbots. Anders als bei klassischen Suchanfragen formulieren Nutzer bei Chatbots oft in ganzen Sätzen und geben dabei unbewusst Kontext preis, der über einzelne Keywords weit hinausgeht.

Warum ist das relevant?

Für Unternehmen, die KI-Tools im Team einsetzen, ist das ein Weckruf. Mitarbeitende geben in Prompts häufig mehr preis, als sie sollten: interne Projektdetails, Kundendaten, persönliche Einschätzungen.

Gerade in Zeiten, in denen Anbieter wie OpenAI mit Angeboten wie Zero Data Retention gezielt auf Enterprise-Kunden zugehen, zeigt dieses Tool die Kehrseite der Medaille für den Consumer-Bereich. Wer ChatGPT oder Claude privat nutzt, hinterlässt tiefe Spuren, die selten aktiv gelöscht werden.

Auch für Marketing-Profis ist das relevant: Je mehr KI-Anbieter über Nutzerverhalten wissen, desto präziser lassen sich künftig Werbeformate wie die gerade in Europa ausgerollten ChatGPT Ads ausspielen. Datensammlung und Monetarisierung liegen hier nah beieinander.

Take-Away

Unternehmen sollten interne Richtlinien für den Umgang mit KI-Chatbots schärfen, insbesondere bei sensiblen oder personenbezogenen Daten. Für Enterprise-Nutzung lohnt sich ein Blick auf Zero-Data-Retention-Optionen der Anbieter. Privat gilt: Regelmäßig die eigene Chat-Historie prüfen und aufräumen, bevor sie zum ungewollten Persönlichkeitsprofil wird.

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