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LLM-ANTHROPIC 0.26: NEUE CLAUDE-5-MODELLE UND SERVER-SEITIGE TOOLS IM CLI

Core Tech06. August 2026
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Das Wichtigste

Simon Willisons Plugin llm-anthropic bekommt in Version 0.26 Zugriff auf die neue Claude-5-Generation sowie server-seitige Tools direkt über die Kommandozeile.

Was ist passiert?

Das Update bringt Unterstützung für drei neue Modelle: claude-fable-5, claude-sonnet-5 und claude-opus-5. Gleichzeitig erhält das Plugin Zugriff auf server-seitige Tools von Anthropic: WebSearch, WebFetch, CodeExecution und AnthropicMCP.

Diese Tools laufen über LLMs neues -T-Interface im CLI oder per tools= in Python. Die bisherigen -o web_search*-Optionen fallen weg, -T WebSearch übernimmt ihre Funktion.

Technische Details

Das Plugin baut auf llm>=0.32 auf. Reasoning, Tool-Aufrufe, Tool-Ergebnisse und server-seitige Tool-Antworten laufen jetzt als typisierte Events durchs Streaming. Reasoning-Ausgaben landen im CLI standardmäßig auf stderr, es sei denn man setzt --hide-reasoning beziehungsweise -R.

Das Thinking-System wurde vereinfacht: Aus mehreren Parametern wird thinking plus thinking_effort mit den Stufen low, medium, high, xhigh, max. Sonnet 5 und Opus 5 denken standardmäßig, lassen sich aber per -o thinking 0 abschalten. Fable 5 denkt laut Release-Notes immer.

Weggefallen sind dafür die alten Optionen thinking_budget, thinking_display und thinking_adaptive. Wer -R nutzt, bekommt Reasoning künftig auch nicht mehr in Logs geschrieben.

Warum ist das relevant?

Für Entwickler, die Claude-Modelle über die CLI oder programmatisch ansteuern, bedeutet das Update weniger Konfigurationsaufwand und einen einheitlicheren Umgang mit Tool-Calls über verschiedene Anbieter hinweg. Die typisierten Events machen es leichter, Reasoning-Ausgaben von Tool-Ergebnissen zu trennen, was bei komplexeren Agenten-Workflows den Unterschied macht.

Dass server-seitige Tools jetzt über das generische -T-Interface laufen, senkt außerdem die Einstiegshürde: Wer bereits mit LLMs Tool-System für andere Modelle arbeitet, kann Anthropics Web-Suche und Code-Ausführung ohne Extra-Lernaufwand einbinden.

Take-Away

Wer llm-anthropic produktiv einsetzt, sollte auf 0.26 und llm>=0.32 aktualisieren, vor allem wegen der geänderten Thinking-Parameter und dem Wegfall der alten web_search-Optionen. Skripte, die noch mit thinking_budget oder -o web_search* arbeiten, müssen angepasst werden.

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